Ein netzwerkanalytisches Innovationsmodell, das die Kreislaufwirtschaft mitdenkt

27.01.2020
 

Am Lehrstuhl für Technik- und Organisationssoziologie der RWTH Aachen University hat Adjan Hansen-Ampah ein neues netzwerkbasiertes Innovationsmodell entwickelt, dessen zugrundeliegende Idee es ist, dass die Innovationsnutzung inklusive des End of Life von Materialien und die damit verbundenen Akteure Teil des Innovationsmodells sein müssen, um das Kreislaufkonzept integrieren zu können. Das Modell beinhaltet somit vier Innovationsphasen: (1) Ideenentwicklung, (2) Ideenumsetzung, (3) Innovationsverbreitung und (4) Innovationsnutzung.

Mithilfe des Innovationsmodells und davon abgeleiteten Netzwerkinterviews mit Expertinnen und Experten können Daten über Akteursnetzwerke innerhalb der Kreislaufwirtschaft in Innovationsprozessen des Bauwesens gewonnen werden. Diese Daten lassen Aussagen darüber zu, wie die Innovationsakzeptanz bestimmter Akteure bzw. Akteursnetzwerke ausfällt und wie sich dieses Akzeptanzverhalten voraussichtlich auf die weitere Entwicklung der Innovation auswirkt.

Bringt beispielsweise in der Ideenumsetzungsphase ein als besonders wichtig erachteter Akteur nur eine geringe Akzeptanz auf, ist davon auszugehen, dass nicht genügend Ressourcen, zum Beispiel zeitliche, personelle oder monetäre, für die Umsetzung der Idee bereitgestellt werden. Dies kann somit dazu führen, dass die betreffende Innovation in der Ideenumsetzungsphase scheitert.

Ansprechpartner: Adjan Hansen-Ampah, Lehrstuhl für Technik- und Organisationssoziologie, RWTH Aachen University